Sie wollen unsere Arbeitszeit für ihre Profite, wir wollen Zeit für unser Leben!

Bei den Sitzungen der sogenannten „Sozialrunde“ (Sozialronn) forderte der luxemburgische Arbeitgeberverband Union des entreprises luxembourgeoises, die Arbeitszeitgestaltung auf die Tagesordnung zu setzen.

Die Arbeitgebervertreter präsentierten dabei einen regelrechten Gruselkatalog: Erhöhung der maximalen Wochenarbeitszeit, Verkürzung der wöchentlichen Ruhezeit, Infragestellung von außerordentlichen Urlaubstagen, Flexibilisierung bis zum Gehtnichtmehr…

Ohne diesen Katalog öffentlich zu machen, nutzt die Arbeitgeberseite die von der CSV-DP-Regierung geschaffenen Spielräume, um immer mehr zu fordern. Im Idealfall möchten die Arbeitgeber, dass ihre Mitarbeiter bei Bedarf rund um die Uhr an sieben Tagen in der Woche verfügbar sind und dass die Arbeitszeiten sich nach den Bedürfnissen des Arbeitgebers richten, ohne Rücksicht auf das Privat- und Familienleben der Arbeitnehmer.

Die CSV-DP-Koalition hat in ihrem Regierungsprogramm tatsächlich die Tür geöffnet, indem sie insbesondere vorschlug, automatisch einen gesetzlichen Bezugszeitraum von 12 Monaten vorzusehen, was derzeit nur im Rahmen eines Kollektivvertrags möglich ist. Die Arbeitszeitgestaltung würde somit weitgehend flexibilisiert, ohne dass die Arbeitgeber gezwungen wären, die Bedingungen und Gegenleistungen mit den Gewerkschaften auszuhandeln.

Es reicht!

Der „Quality-of-Work-Index“ der Arbeitnehmerkammer hat gezeigt, dass zwischen 2014 und 2022 die Anzahl von Arbeitnehmern, die Schwierigkeiten haben, Privat- und Berufsleben miteinander zu vereinbaren, angestiegen ist. Den Arbeitnehmern werden zunehmend unregelmäßige Arbeitszeiten auferlegt, und ihre Möglichkeiten, Einfluss auf die Gestaltung ihrer Arbeitszeit zu nehmen, nehmen ab. Die von der Regierung und der UEL geplanten Maßnahmen würden diese Situation noch verschärfen.

Zugleich sprechen sich in derselben Studie 83% der Arbeitnehmer für eine Arbeitszeitverkürzung bei voller Beibehaltung des Gehalts aus. Die Arbeitnehmer äußern also eindeutig den Wunsch nach einer Verkürzung ihrer Arbeitszeit, um mehr Zeit für ihr Privatleben zu haben.

Historisch gesehen hat die „Modernisierung” der Arbeitszeit vor allem zu sozialen Fortschritten für die Arbeitnehmer geführt: Achtstundentag, Vierzigstundenwoche, Sonntagsruhe, bezahlter Urlaub… Heute wird uns eine „Modernisierung” verkauft, die nichts anderes ist als aufgezwungene Flexibilität, eine Verkürzung der für Familie und Freizeit verfügbaren Zeit, um für den Arbeitgeber verfügbar zu sein.

Echte Verhandlungen statt eines Pseudo-Sozialdialogs

In ihren einseitigen Schlussfolgerungen nach der Sozialrunde beauftragte die Regierung den Ständigen Ausschuss für Arbeit und Beschäftigung (CPTE), über die Organisation der Arbeitszeit zu diskutieren.

Alles deutet darauf hin, dass diese Diskussion wie schon bei der Sozialrunde zu einer Farce werden würde: keine echten Verhandlungen, sondern ein reiner Meinungsaustausch, an dessen Ende die Regierung allein entscheidet.

Angesichts dieses Bruchs mit dem luxemburgischen Sozialmodell hat die Union des syndicats OGBL-LCGB beschlossen, nicht mehr an den Sitzungen des CPTE teilzunehmen, sondern ihre Forderungen direkt in bilateralen Treffen mit den zuständigen Ministern vorzubringen.

Unsere Forderungen

Die Union des syndicats OGBL-LCGB schlägt als Reaktion auf die Schlussfolgerungen der Regierung zur Arbeitszeitgestaltung mehrere Maßnahmen zur Verbesserung der Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben vor.

  • ARBEITSZEITVERKÜRZUNG

Der OGBL und der LCGB fordern eine gesetzliche Arbeitszeitverkürzung von mindestens 10% bei vollem Lohnausgleich, um der steigenden Nachfrage der Arbeitnehmer nach weniger Arbeitsstunden gerecht zu werden. Die Umsetzung dieser Arbeitszeitverkürzung wäre zwischen den Sozialpartnern im Rahmen von Kollektivverträgen auszuhandeln.

  • 6. WOCHE GESETZLICHER URLAUB

Die Gewerkschaften OGBL und LCGB fordern die Einführung einer sechsten Woche gesetzlichen Urlaubs, wodurch sich der jährliche Urlaubsanspruch für alle Arbeitnehmer auf 30 Tage erhöht, um die seit 1975 ausbleibende signifikante Entwicklung des Jahresurlaubs auszugleichen. Alle Arbeitnehmer sollen von dieser Erhöhung um vier Tage profitieren.

  • RUHEZEIT

Die Union des syndicats OGBL-LCGB lehnt jede Verkürzung der wöchentlichen Mindestruhezeit ab und schlägt stattdessen vor, diese von 44 auf 48 Stunden zu verlängern. Sie fordert außerdem eine Klarstellung der Definition der ununterbrochenen Ruhezeit.

  • PAUSE WÄHREND DES ARBEITSTAGES

Die Gewerkschaften möchten die Dauer unbezahlter Pausen auf zwei Stunden begrenzen und sicherstellen, dass jede darüberhinausgehende Pause bezahlt wird.

  • RECHT AUF TEILZEITARBEIT

Der OGBL und der LCGB fordern ein Recht auf Teilzeitarbeit mit garantierter Rückkehr zur Vollzeit, um Arbeitnehmern, insbesondere Frauen, nach einem Elternurlaub die Wiedereingliederung zu erleichtern.

  • REFERENZPERIODEN

Die Union des syndicats OGBL-LCGB lehnt die Idee einer jährlichen Referenzperiode außerhalb von Kollektivverträgen und ohne Verhandlungen mit den Gewerkschaften ab. Sie schlägt stattdessen vor, dass jede Referenzperiode von mehr als einem Monat im Rahmen eines Kollektivvertrags oder einer branchenübergreifenden Vereinbarung ausgehandelt werden muss.

  • ÜBERSTUNDEN

Die Gewerkschaften fordern eine Klarstellung hinsichtlich der Vergütung von Überstunden und eine neue Definition derselben, wobei „außergewöhnliche Umstände” ausgeschlossen werden sollen.

  • FLEXIBILITÄTSKLAUSELN

Die Union des syndicats OGBL-LCGB fordert eine strengere Regulierung der Flexibilitätsklauseln in Arbeitsverträgen, um die Rechte der Arbeitnehmer zu schützen.

  • SCHLECHTWETTERREGELUNG

Der OGBL und der LCGB schlagen vor, die Rolle der Sicherheitsdelegierten zu stärken, und fordern die obligatorische Anwendung des witterungsbedingten Kurzurlaubs im Falle einer roten Wetterwarnung der Regierung.

  • FAMILIENURLAUB

Die Gewerkschaften fordern Verbesserungen beim Urlaub aus familiären Gründen und beim Elternurlaub sowie die Einführung eines gleichberechtigten Geburtsurlaubs von drei Monaten für beide Elternteile.

Diese Vorschläge zielen darauf ab, die Rechte der Arbeitnehmer zu stärken und ihre Lebensqualität zu verbessern und gleichzeitig auf die Veränderungen in der Arbeitswelt zu reagieren – für eine Modernisierung, bei der der Mensch im Mittelpunkt steht und nicht der Profit.

Entdecken Sie hier Eindrücke der Delegiertenkonferenz vom 02.12.2025

Halloween avant l’heure pour les salariés du Commerce

Aujourd’hui, les commissions parlementaires compétentes examinent les projets de loi sur les heures d’ouverture et le travail dominical dans le Commerce. Sous couvert de modernisation, le gouvernement prépare en réalité une dérégulation qui va transformer la vie des salariés en un véritable film d’horreur. Étendre les heures d’ouverture jusqu’à 21 heures, prolonger le travail dominical sans garanties pour les salariés travaillant dans de petites entreprises et ouvrir les portes 24/7, c’est condamner des milliers de salariés déjà fragilisés à une fatigue accrue, une précarité encore plus importante et une vie familiale sacrifiée.

À la veille d’Halloween, ce projet ressemble à une fête des morts avant l’heure. Les salariés du Commerce, soumis à une pression permanente et privés de véritables temps de repos, seraient réduits à l’état de zombies de notre société de consommation. Mais ce n’est pas seulement la santé des travailleurs qui est en jeu : en imposant cette logique unilatérale, le gouvernement signe aussi la mort du dialogue social.

L’Union des syndicats OGBL-LCGB appelle à un retour à la raison. Encadrer le travail dominical et les jours fériés ; refuser la banalisation du travail de nuit, l’élargissement des heures d’ouverture et renforcer les conventions collectives en tant qu’outils de protection, voilà ce qui permettrait non seulement de garantir la dignité des salariés mais aussi de rétablir un dialogue social aujourd’hui menacé.

Les salariés du Commerce ont besoin de protection, pas d’être transformés en morts-vivants.

Communiqué par l’Union des syndicats OGBL-LCGB,
le 1er octobre 2025

L’Union des syndicats OGBL-LCGB exprime sa solidarité

À l’occasion de la journée de mobilisation du 18 septembre, organisée par l’Intersyndicale en France, l’Union des syndicats OGBL-LCGB exprime sa pleine solidarité avec les salariés, les retraités et leurs organisations syndicales mobilisés de l’autre côté de la frontière.

Après une réforme des retraites imposée sans vote au Parlement, contre l’avis de l’immense majorité de la population et la résistance des syndicats, le président Emmanuel Macron et son gouvernement persistent à vouloir imposer une cure d’austérité sans précédent. Plutôt que de rétablir l’impôt sur la fortune qu’il a lui-même supprimé, ou de mettre à contribution les plus riches, le président français préfère une fois de plus faire payer les travailleurs – allant jusqu’à envisager la suppression de deux jours fériés.

La politique brutale et néolibérale d’Emmanuel Macron a non seulement fait exploser la dette et a fragilisé les services publics, mais elle a aussi contribué à nourrir la montée de l’extrême droite. Elle a par ailleurs plongé la France dans une crise politique majeure, avec des gouvernements fragilisés, sans majorité parlementaire et sans légitimité auprès de la population.

Alors que le gouvernement luxembourgeois semble vouloir s’inspirer de ces méthodes, en attaquant directement le modèle social luxembourgeois, l’Union des syndicats OGBL-LCGB affirme qu’il faut absolument éviter de répéter au Luxembourg les erreurs commises en France et ailleurs. Elle rappelle son attachement au dialogue social comme garant de la stabilité politique et réaffirme sa détermination à défendre, sans relâche, le modèle social luxembourgeois contre les attaques du gouvernement Frieden.

L’Union des syndicats OGBL-LCGB réaffirme donc sa solidarité avec l’Intersyndicale française et soutient pleinement ses revendications légitimes. Elle appelle également ses membres et militants résidant en France à participer massivement aux mobilisations.

Communiqué par l’Union des syndicats OGBL-LCGB,
le 17 septembre 2025

Die „Union des syndicats OGBL-LCGB“ zieht ihre Schlussfolgerungen

Am 11. September 2025 traten die Vertreter der „Union des syndicats OGBL-LCGB“ an die Presse, um ihre Schlussfolgerungen zu den Sozialrunden zu präsentieren.

Am 3. September 2025 hat die Regierung beschlossen, die Verhandlungen ohne Einigung zu beenden und einseitig eine Reihe von Maßnahmen angekündigt.

Die „Union des syndicats OGBL-LCGB“ muss daher feststellen, dass Verbesserungen an den ursprünglichen Vorschlägen nicht auf dem Weg der Verhandlung, sondern nur dank des konsequenten Widerstands von OGBL und LCGB sowie der massiven Beteiligung an der Demonstration am 28. Juni erzielt werden konnten.

Die beiden Gewerkschaftspräsidenten Nora BACK und Patrick DURY haben betont, dass das Ziel der Gewerkschaften immer die Vermeidung eines Sozialkonflikts und die Wiederherstellung des Sozialdialogs war. Heute müssen sie feststellen, dass ein Paradigmenwechsel in der Regierung stattgefunden hat, bei dem das tripartite Sozialmodell, das auf Verhandlungen auf Augenhöhe und der Suche nach Kompromissen basiert, durch die Methode „Ich konsultiere und ich entscheide” des Premierministers ersetzt wird.

Dieser Paradigmenwechsel, der das Ende unseres Sozialmodells bedeutet, zwingt daher die Gewerkschaften dazu, ihre Arbeitsweise anzupassen.

In einem Brief an den Premierminister erklärt die „Union des syndicats OGBL-LCGB“, dass der Ständiger Ausschuss für Arbeit und Beschäftigung (CPTE – Comité Permanent du Travail et de l’Emploi) keine Daseinsberechtigung mehr hat und sie nicht mehr daran teilnehmen werden.

Die Gewerkschaften stehen jederzeit bereit in bilateralen Sitzungen zu bestimmten Themen, den zuständigen Regierungsvertretern ihre Überlegungen, Vorschläge und Forderungen mündlich und schriftlich darzulegen.

Die Regierung kann dann entsprechend ihrem Paradigmenwechsel, ihre Schlussfolgerungen ziehen und der Abgeordnetenkammer ihre Gesetzesprojekte vorlegen. Der Abgeordnetenkammer obliegt es dann auf dieses Gesetzesprojekt einzuwirken und souverän abzustimmen.

Die „Union des syndicats OGBL-LCGB“ wird im Gegenzug ihre Verantwortung übernehmen und wenn notwendig mit adäquaten Aktionen auf die Regierungspolitik reagieren.

Leider riskiert Luxemburg durch diesen Bruch mit dem Sozialmodell in eine Phase der Instabilität mit mehr gewerkschaftlichen Aktionen zu geraten. Die „Union des syndicats OGBL-LCGB“ ist überzeugt, dass das tripartite Sozialmodell noch immer das Beste für Luxemburg wäre, stehen aber mit dieser Überzeugung heute allein da.

Die Mobilisierung der Gewerkschaften zwingt die Regierung dazu, ihren Kurs zu überdenken — doch das reicht noch nicht aus!

Die „Union des syndicats OGBL-LCGB“ stellt mit Bedauern fest, dass die im Juli begonnenen Verhandlungen mit der Regierung und dem Verband luxemburgischer Unternehmen (UEL) über die nachfolgenden Themen gescheitert sind:

  • die Zukunft unseres Rentensystems,
  • die Kollektivverträge,
  • Sonntagsarbeit und Öffnungszeiten im Handel.

 

Am 3. September 2025 hat die Regierung beschlossen, die Verhandlungen ohne Einigung zu beenden und einseitig eine Reihe von Maßnahmen angekündigt.

Der OGBL und der LCGB kritisieren weiterhin die von der Regierung geplanten Verschlechterungen, stellen jedoch fest, dass ihre Zusammenarbeit und der Erfolg der Demonstration vom 28. Juni, die mehr als 25.000 Menschen auf die Straßen Luxemburgs brachte, die Regierung dennoch gezwungen haben, ihren Kurs zu überdenken.

Die Kollektivverträge werden nicht ausgehöhlt

Was die Kollektivverträge betrifft, so bestätigt die Regierung, dass sie ihr Vorhaben aufgibt, das Recht auf Verhandlung und Unterzeichnung eines Kollektivvertrags auszuhöhlen. Somit behalten die national repräsentativen Gewerkschaften ihr Exklusivrecht in diesem Bereich. Der gesetzliche Inhalt der Kollektivverträge bleibt unverändert, und kein Kollektivvertrag darf verschlechtert oder ersetzt werden.

Fortschritte bei den Renten dank gewerkschaftlicher Mobilisierung

Beitragszeiten

Was die Renten betrifft, hält die Regierung an ihrer Absicht fest, die Pflichtbeitragszeiten schrittweise zu erhöhen. Allerdings ist nicht mehr von einer Verlängerung der Beitragsdauer um weitere 3-5 Jahre die Rede, sondern nur noch um insgesamt 8 Monate (d.h. 1 zusätzlicher Monat pro Jahr in den Jahren 2026 und 2027 und 2 zusätzliche Monate pro Jahr in den Jahren 2028, 2029 und 2030).

Vorgezogene Altersrente & Vorruhestand

Die Regierung hat schließlich entschieden, die Bedingungen für die vorgezogene Altersrente ab 57 Jahren (480 Beitragsmonate) sowie die derzeitige Regelung für den Vorruhestand bei Schichtarbeit und den Anpassungsvorruhestand beizubehalten.

Anreize für eine freiwillige Verlängerung der beruflichen Laufbahn

Es ist eine Steuererleichterung für Versicherte vorgesehen, die zwar die Voraussetzungen für eine vorgezogene Altersrente erfüllen, aber freiwillig bis zum Alter von 65 Jahren berufstätig bleiben möchten, sowie die Einführung einer schrittweisen Verrentung auf der Grundlage der im öffentlichen Dienst geltenden Modalitäten.

Beibehaltung der Jahresendzulage

Die Regierung hat sich bereit erklärt, eine durch die Reform von 2012 eingeführte Verschlechterung zu korrigieren und die Jahresendzulage beizubehalten.

Rentenanpassung

Leider wird die Verringerung der Rentenanpassung beibehalten, falls die Ausgaben der Rentenkasse die Einnahmen übersteigen – es wird dann keine Anpassung der Renten außerhalb des Index mehr geben.

Sozialhilfe statt Anpassung der Mindestrente

Die Regierung lehnt eine Erhöhung der Mindestrente ab, plant jedoch stattdessen die Einführung einer Sozialhilfe für Personen, die eine geringe Altersrente beziehen. Für die „Union des syndicats OGBL-LCGB“ müssen jedoch alle Personen, die ihr ganzes Leben lang gearbeitet und Beiträge in das Rentensystem eingezahlt haben, Anspruch auf eine Rente bekommen, die ihnen ein menschenwürdiges Leben ermöglicht.

Erhöhung der Beiträge

Außerdem hat sich die Regierung entschlossen, den Beitragssatz ab 2026 von 24 % auf 25,5 % zu erhöhen (+0,5 %
für Arbeitnehmer, +0,5 % für Arbeitgeber und +0,5 % für den Staat), wodurch auch die Arbeitgeber im Rahmen der Sicherung unseres Rentensystems einen Beitrag leisten.
Sonntagsarbeit und Öffnungszeiten im Handel: einige Verbesserungen sind zu verzeichnen

Die Regierung überarbeitet auch ihren Entwurf zur Sonntagsarbeit und den Öffnungszeiten im Handel. Die Regierung hält weiterhin an der Erhöhung der zulässigen Sonntagsarbeitszeit von 4 auf 8 Stunden fest, knüpft dies jedoch an den Abschluss eines Kollektivvertrags oder einer branchenübergreifenden Vereinbarung, zumindest für Unternehmen mit mehr als 30 Beschäftigten auf Konzernebene.

Was die Öffnungszeiten des Einzelhandels betrifft, so wurde der ursprüngliche Entwurf der Regierung leicht geändert: Anstatt Öffnungszeiten von 5 bis 22 Uhr zuzulassen, ist nun vorgesehen, diese ohne den Abschluss eines Kollektivvertrags nur bis 21 Uhr zu genehmigen.

Ein Paradigmenwechsel

Die „Union des syndicats OGBL-LCGB“ nimmt die Verbesserungen des ursprünglich von der Regierung geplanten Maßnahmenpakets zur Kenntnis – Verbesserungen, die nur dank des konsequenten Widerstands von OGBL und LCGB sowie der massiven Beteiligung an der Demonstration am 28. Juni erzielt werden konnten.

Der OGBL und der LCGB können sich jedoch nicht mit den von der Regierung einseitig beschlossenen Verschlechterungen zufrieden geben, geschweige denn mit der von ihr angewandten Methode bezüglich des Sozialdialogs.

Unter dieser Regierung erleben wir einen Paradigmenwechsel, bei dem das tripartite Sozialmodell, das auf Verhandlungen auf Augenhöhe und der Suche nach Kompromissen basiert, durch die Methode „Ich konsultiere und ich entscheide” des Premierministers ersetzt wird.

Dieser Paradigmenwechsel, der das Ende unseres Sozialmodells bedeutet, zwingt die Gewerkschaften dazu, ihre Arbeitsweise anzupassen.
Der OGBL und der LCGB werden in Kürze ihre Strukturen einberufen, um das weitere Vorgehen in Bezug auf das von der Regierung beschlossene Maßnahmenpaket zu erörtern.

 

 

 

Nach dem großen Erfolg der Demo vom 28. Juni: Die „Union des syndicats OGBL und LCGB“ bestätigt ihre Teilnahme an dem vom Premierminister einberufenen Treffen am 9. Juli, stellt jedoch Bedingungen!

Nach dem großen Erfolg der nationalen Demo, die am 28. Juni von der „Union des syndicats OGBL und LCGB“ gegen die aktuelle Politik der Regierung organisiert wurde und an der mehr als 25.000 Leute in den Straßen von Luxemburg teilnahmen, haben OGBL und LCGB am 30. Juni einen Brief an Premierminister Luc Frieden geschickt. In diesem Brief kündigt die „Union
des syndicats“ an, dass sie an dem vom Premierminister für den 9. Juli einberufenen „Dreiertreffen” teilnehmen werde, jedoch unter der Bedingung, dass sich alle beteiligten Parteien auf eine Rückkehr zum dreigliedrigen Sozialmodell einigen und die Tagesordnung des Treffens wie folgt geändert wird:

  1. Kollektivverträge

Die „Union des syndicats“ fordert eine formelle schriftliche Zusage des Premierministers, in der er Folgendes bestätigt:

  • die Regierung wird das Vorrecht der national repräsentativen Gewerkschaften auf nationaler Ebene, Kollektivverträge auszuhandeln und zu unterzeichnen, beibehalten.
  • Die Regierung wird den Inhalt der Kollektivverträge, wie er derzeit im Arbeitsgesetzbuch vorgesehen ist, beibehalten.
    • Die Regierung wird ihr Vorhaben aufgeben, Betriebsvereinbarungen ohne die repräsentativen Gewerkschaften auf nationaler Ebene einzuführen.

 

  1. Sonntagsarbeit und Öffnungszeiten im Handel

Was die Sonntagsarbeit betrifft, fordert die „Union des syndicats“, dass:

  • der derzeit im Gesetzgebungsverfahren befindliche Gesetzentwurf bestätigt, dass eine Verlängerung der Arbeitszeit von 4 auf 8 Stunden nur durch die Aushandlung eines Tarifvertrags oder einer branchenübergreifenden Vereinbarung erfolgen kann.

 

Was die Ladenöffnungszeiten betrifft, fordert die „Union des syndicats“, dass:

  • der derzeit im Gesetzgebungsverfahren befindliche Gesetzentwurf geändert wird, um die bestehenden Öffnungszeiten beizubehalten und die Möglichkeit ihrer Verlängerung auf den Abschluss eines Kollektivvertrags oder einer branchenübergreifenden Vereinbarung zu beschränken.

 

  1. Höhe des sozialen Mindestlohns

Im Rahmen des derzeit im Gesetzgebungsverfahren befindlichen Gesetzentwurfs fordert die „Union des syndicats“:

  • die Aufgabe aller politischen Versuche, die Methode zur Berechnung der Angemessenheit des gesetzlichen Mindestlohns im Verhältnis zur Armutsgefährdungsschwelle zu ändern;
  • Verhandlungen über die Anpassung des bestehenden gesetzlichen Mindestlohns, damit dieser endlich über die Armutsgefährdungsschwelle hinausgeht;

 

  1. Rentenreform

Im Rahmen der geplanten Reform unseres Rentensystems fordert die „Union des syndicats“:

  • Dreierverhandlungen über alle Vorschläge, die in der gemeinsamen Mitteilung der Gewerkschaften OGBL und LCGB mit dem Titel „Stärkung der gesetzlichen Rente für alle: Analysen und
    Forderungen der Gewerkschaften zur Sicherung des allgemeinen Rentensystems” enthalten sind.

 

Die „Union des syndicats OGBL und LCGB“ betont in ihrem Schreiben außerdem, dass die Sanierung der kritischen Finanzlage der Kranken- und Mutterschaftsversicherung auch direkte Verhandlungen zwischen der Regierung und den Sozialpartnern erfordert.

Nach der Teilnahme von mehr als 25.000 Leute an der gemeinsamen Demo am 28. Juni 2025 und angesichts der 125.000 Mitglieder, die vom OGBL und LCGB vertreten werden, fordern die beiden Organisationen schließlich vom Premierminister, dass ihr Engagement und ihre tägliche Arbeit im Dienste der Arbeitnehmer und Rentner dieses Landes ernst genommen werden und den ihnen gebührenden Respekt erhalten.

Klicken Sie hier um das Schreiben an den Premierminister zu sehen

„Union des syndicats OGBL et LCGB” – Die Zusammenarbeit zwischen den beiden Gewerkschaften erreicht einen neuen historischen Meilenstein

Angesichts der beispiellosen Infragestellung der sozialen Errungenschaften und Rechte von Arbeitnehmern und Rentnern (sowohl Einwohnern als auch Grenzgängern) durch die Regierung haben die beiden auf nationaler Ebene repräsentativen Gewerkschaften OGBL und LCGB, beschlossen, neue, moderne Wege zu beschreiten und ihre Zusammenarbeit durch die Schaffung einer gemeinsamen Struktur zu formalisieren, deren Satzung heute in Anwesenheit der Presse unterzeichnet wurde.

Diese Struktur mit dem Namen „Union des syndicats OGBL et LCGB” ist nun Garant für eine gemeinsame Front gegen alle Angriffe der Regierung auf die Rechte und Interessen der Arbeitnehmer und Rentner.

Sie wird von einem Verwaltungsrat geleitet, der paritätisch aus Vertretern beider Gewerkschaften besteht und von zwei Präsidenten geführt wird, von denen einer die Gewerkschaft OGBL und der andere die Gewerkschaft LCGB vertritt. Den gemeinsamen Vorsitz übernehmen die Präsidentin des OGBL, Nora Back, und der Nationalpräsident des LCGB, Patrick Dury.

Die Vereinigung hat insbesondere folgende Ziele:

  • die Verteidigung der Interessen, Rechte und Errungenschaften der Arbeitnehmer und Rentner, die in Luxemburg arbeiten oder gearbeitet haben, sowie ihrer Familien,
  • die proaktive, loyale und nachhaltige Strukturierung der Zusammenarbeit, der Kooperation und des Austauschs zwischen den Gewerkschaften OGBL und LCGB,
  • die Einrichtung eines gemeinsamen Sekretariats auf Vereinsebene,
  • die Erörterung zwischen den beiden Gewerkschaftsorganisationen OGBL und LCGB über alle aktuellen politischen und gewerkschaftlichen Themen von sektoraler, nationaler oder internationaler Bedeutung, um gemeinsame Positionen zu ermitteln und öffentliche Stellungnahmen zu diesen Themen auszuarbeiten,
  • die Erörterung und Vorbereitung aller Verhandlungen, Gespräche und Konsultationen, an denen die Gewerkschaftsorganisationen auf nationaler und internationaler Ebene beteiligt sind; die Ausarbeitung gemeinsamer Standpunkte zum Inhalt dieser Verhandlungen, Gespräche und Konsultationen,
  • die Erörterung und Vorbereitung möglicher gemeinsamer nationaler Gewerkschaftsaktionen sowie die gemeinsame Teilnahme an möglichen internationalen Gewerkschaftsaktionen,
  • die proaktive, loyale und dauerhafte Beilegung aller möglichen Streitigkeiten, die zwischen den beiden Gewerkschaftsorganisationen OGBL und LCGB sowie ihren jeweiligen Vertretern auftreten können,
  • die gemeinsame Vorbereitung der Sozialwahlen mit dem Ziel, jegliche Streitigkeiten zwischen den beiden Gewerkschaftsorganisationen OGBL und LCGB zu vermeiden.

 

Zusammensetzung des Verwaltungsrats

Der Verwaltungsrat besteht aus 24 Verwaltungsratsmitgliedern, von denen 50 % die Gewerkschaft OGBL vertreten und ihr angehören und 50 % die Gewerkschaft LCGB vertreten und ihr angehören.

Die Verwaltungsratsmitglieder, die den OGBL vertreten:

  1. BACK Nora, Co-Präsidentin und Gründungsmitglied;
  2. BACH Pitt, Gründungsmitglied;
  3. DE MATTEIS Jean-Luc, Gründungsmitglied;
  4. ANGEL David, ordentliches Mitglied;
  5. DA SILVA Philippe, ordentliches Mitglied;
  6. DELLI ZOTTI Sonja, ordentliches Mitglied;
  7. EISCHEN Véronique, ordentliches Mitglied;
  8. KRIER Frédéric, ordentliches Mitglied;
  9. LANDINI Olivier, ordentliches Mitglied;
  10. OURTH Patrick, ordentliches Mitglied;
  11. PEREIRA Carlos, ordentliches Mitglied;
  12. SCHIMOFF Serge, ordentliches Mitglied.

 

Die Verwaltungsratsmitglieder, die den LCGB vertreten:

  1. DURY Patrick, Co-Präsident und Gründungsmitglied;
  2. KNEBELER Christophe, Gründungsmitglied;
  3. LOMEL Francis, Gründungsmitglied;
  4. CABRAL FARIAS Maria Do Rosario, ordentliches Mitglied;
  5. CARVALHO MACEDO Maria Helena, ordentliches Mitglied;
  6. CONTER Céline, ordentliches Mitglied;
  7. DA COSTA GOMES Dani, ordentliches Mitglied;
  8. FORNIERI Robert, ordentliches Mitglied;
  9. GLOUCHITSKI Paul, ordentliches Mitglied;
  10. Maria Mendes, ordentliches Mitglied;
  11. MENDES Maria, ordentliches Mitglied;
  12. SAMSON Katja, ordentliches Mitglied.

 

Rückblick auf eine beispiellose Zusammenarbeit

Die Zusammenarbeit der Gewerkschaften begann im Oktober 2024 mit dem Angriff der Regierung auf das ausschließliche Recht der national repräsentativen Gewerkschaften, Kollektivverträge auszuhandeln und zu unterzeichnen. Angesichts der zunehmenden Angriffe auf die Rechte und Errungenschaften der Arbeitnehmer und Rentner (Sonntagsarbeit, Ladenöffnungszeiten, sozialer Mindestlohn, Rentenreform) wurde im Januar 2025 offiziell die Gewerkschaftsfront OGBL-LCGB gegründet.

Seitdem koordinieren die Gewerkschaften ihre Maßnahmen zu wichtigen nationalen Themen und kommunizieren gemeinsam über ihre Forderungen und Vorgehensweisen. Auf ihren jeweiligen nationalen Kongressen im Februar und März 2025 haben OGBL und LCGB einstimmig eine gemeinsame Dringlichkeitsresolution verabschiedet, in der es unter anderem heißt: „[…] Angesichts der noch nie dagewesenen Infragestellung unseres Sozialstaates, der das Ergebnis des Sozialdialogs im Tripartiterahmen ist, sowie unseres Sozialmodells, das den sozialen Frieden in Luxemburg garantiert, werden die Gewerkschaften LCGB und OGBL ihre gewerkschaftlichen Aktionen strukturieren und koordinieren, um eine gemeinsame Front zu schaffen. Das erklärte Ziel dieser gemeinsamen Front ist es, mit allen notwendigen Mitteln zu verhindern, dass die sozialen Errungenschaften, für die die Gewerkschaften ein Jahrhundert lang gekämpft und gearbeitet haben, durch eine Regierungspolitik, die nur als retrograd bezeichnet werden kann, zunichte gemacht werden.“

Heute haben die auf nationaler Ebene repräsentativen Gewerkschaften mit der Gründung der „Union des syndicats LCGB et OGBL“ einen neuen historischen Meilenstein in der Verteidigung der Interessen der Arbeitnehmer und Rentner gesetzt.

 

Mitgeteilt von der Union des syndicats LCGB et OGBL, am 20. Juni 2025

Massiver Angriff auf die sozialen Errungenschaften und Rechte in Luxemburg : OGBL und LCGB schließen sich zu einer historischen Gewerkschaftsfront zusammen und rufen zu einer großen nationalen Demonstration am 28. Juni auf

Angesichts eines massiven Angriffs auf die sozialen Errungenschaften und Rechte der Arbeitnehmer und Rentner (sowohl Einwohner als auch Grenzgänger) durch die aktuelle Politik der luxemburgischen Regierung haben die beiden national repräsentativen Gewerkschaften in Luxemburg, OGBL und LCGB, bereits vor einigen Monaten beschlossen, ihre Kräfte in einer historischen Gewerkschaftsfront zu bündeln und am 28. Juni eine erste große nationale Demonstration in Luxemburg-Stadt zu organisieren.

Seit dem Amtsantritt der CSV-DP-Regierung im Herbst 2023 weht ein eisiger Wind durch Luxemburg. Die Veröffentlichung des Regierungsprogramms der neuen Koalition ließ bereits schwierige Zeiten ahnen, doch die letzten zehn Monate haben deutlich gezeigt, dass die aktuelle Regierung beschlossen hat, endgültig mit dem berühmten luxemburgischen Sozialmodell zu brechen, sowohl in der Form (Fehlen eines Sozialdialogs) als auch in der Substanz (Maßnahmen zu Lasten der Arbeitnehmer, Rentner und ihrer Familien).

Die pro-arbeitgeberorientierten Angriffe der Regierung auf die Rechte und Errungenschaften der Arbeitnehmer und ihrer Vertreter haben in den letzten Monaten zugelegt: direkte Infragestellung der Grundlagen, auf denen die Verhandlungen von Tarifverträgen in Luxemburg und damit die Löhne und Arbeitsbedingungen im Allgemeinen beruhen; Pläne zur Verlängerung der maximal zulässigen Arbeitszeit am Sonntag; Ankündigung einer fast vollständigen Liberalisierung der Ladenöffnungszeiten, allgemeine Drohung mit einer Flexibilisierung der Arbeitszeit, systematische Versuche, die Gewerkschaften zu umgehen, …

— Renten: Die Regierung gibt bekannt, dass länger gearbeitet werden muss

Am 13. Mai dieses Jahres bestätigte der Premierminister in seiner traditionellen Rede zur Lage der Nation alle Befürchtungen, die die Gewerkschaftsfront OGBL-LCGB in den vergangenen Monaten hinsichtlich der Zukunft des Rentensystems in Luxemburg geäußert hatte. Entgegen den Interessen der derzeitigen und künftigen Rentner bekräftigte die Regierung ihre Absicht, das öffentliche und solidarische Rentensystem zu verschlechtern.

Die Regierung plant die Erhöhung der Beitragsjahre, mit der Folge, dass alle derzeitigen und künftigen Arbeitnehmer länger arbeiten müssen. Diese Maßnahme betrifft insbesondere junge Menschen und stellt damit die Solidarität zwischen den Generationen in Frage.

Die Regierung hält auch an den Verschlechterungen der letzten Rentenreform aus dem Jahr 2012 fest, mit der Gefahr einer weiteren Verschlechterung der Renten für die aktuellen Rentner, und dies, obwohl sich die Armutsgefährdungsquote im Alter innerhalb von 10 Jahren bereits verdoppelt hat.

Weiterhin beabsichtigt die Regierung, private Altersversicherungen zu fördern, indem sie diese für vermögende Personen steuerlich attraktiver macht, was zu Lasten der öffentlichen Finanzen und des allgemeinen Rentensystems geht.

Hervorzuheben ist auch, dass die Gewerkschaftsfront OGBL-LCGB bereits im Oktober 2024 eine Reihe konkreter Vorschläge zur Generierung neuer Einnahmen zur Stärkung des öffentlichen und solidarischen Rentensystems vorgelegt hat (die Gewerkschaftsfront hat dazu ein über 120-seitiges Dokument veröffentlicht). Leider konnten diese Vorschläge nie ernsthaft mit der Regierung diskutiert werden.

— Instrumentalisierung der EU-Richtlinie über angemessene Mindestlöhne und Tarifverhandlungen

Während Luxemburg die höchste Quote an „Working Poor” (Erwerbstätige mit niedrigem Einkommen) in der Eurozone aufweist, das nationale Statistikamt (Statec) nachgewiesen hat, dass der derzeitige Mindestlohn in Luxemburg kein menschenwürdiges Leben ermöglicht, und eine europäische Richtlinie allen Staaten empfiehlt, ihren Mindestlohn auf 60 % des nationalen Medianlohns oder 50 % des Durchschnittslohns anzupassen (der luxemburgische Mindestlohn liegt weit darunter), plant die Regierung eine zweifelhafte Umsetzung dieser Richtlinie. So plant sie, die Bezüge der Beamten (die höher sind als in der Privatwirtschaft), Überstunden und das 13. Monatsgehalt aus der Berechnung der Durchschnitts- oder Medianlöhne herauszunehmen. Die Regierung scheint die Richtlinie instrumentalisieren zu wollen, um die künftige Entwicklung des Mindestlohns zu bremsen

Mit dieser sozial rückschrittlichen Politik, die stets unter dem Deckmantel der Umsetzung der EU-Richtlinie erfolgt, greift die Regierung die Tarifverhandlungen frontal an. Die Regierung plant sowohl eine Einschränkung des Inhalts von Tarifverträgen als auch eine Aushöhlung des Rechts auf Verhandlung und Unterzeichnung von Tarifverträgen, indem sie systematisch auf den Ausschluss der Gewerkschaften abzielt.

Hinzu kommt:

  • die anhaltende Diskriminierung der 230.000 deutschen, belgischen und französischen Grenzgänger (47 % der Arbeitnehmer in Luxemburg) sowohl in Bezug auf die Besteuerung, den Familienleistungen als auch bei der Telearbeit;
  • die einseitige Entscheidung der Regierung, die Energiepreisobergrenzen aufzuheben, was in einigen Regionen zu Preissteigerungen von über 30 % geführt hat;
  • ein gefährdetes Gesundheitssystem mit einer möglichen Verschlechterung der Leistungen, oder auch die unter dem Druck der Arbeitgeber verschärfte Jagd auf Kranke;
  • eine inakzeptable Infragestellung des Demonstrationsrechts.

 

Während die in Luxemburg herrschende Wohnungskrise und die Klimakrise in den Hintergrund gedrängt werden, zieht es die luxemburgische Regierung vor, die Rechte und Errungenschaften derjenigen anzugreifen, die mit ihrer Arbeit das Land voranbringen.

Die Gewerkschaftsfront OGBL-LCGB wird sich mit allen notwendigen Mitteln dafür einsetzen, dass die sozialen Errungenschaften, für die die Gewerkschaften seit über einem Jahrhundert gekämpft und gearbeitet haben, nicht durch eine sozial katastrophale Politik zunichte gemacht wird.

Vor diesem Hintergrund organisieren OGBL und LCGB am 28. Juni eine große nationale Demonstration, die um 11 Uhr ganz in der Nähe des Hauptbahnhofs Luxemburg-Stadt beginnt.

Mitgeteilt von der Gewerkschaftsfront OGBL-LCGB, am 17. Juni 2025

Tag der Begegnungen zwischen der Gewerkschaftsfront und der Zivilgesellschaft

Am 5. Juni fand in der Arbeitnehmerkammer (CSL) ein Austausch- und Arbeitstag statt, an dem die Gewerkschaften OGBL und LCGB sowie mehrere Organisationen der Zivilgesellschaft – die sich für Klima, Umwelt, Rechte von Migranten, Gleichstellung der Geschlechter, Kultur oder auch internationale Solidarität einsetzen – unter dem Motto „Vorschlagen, demonstrieren, gewinnen – Unsere Alternativen“ teilnahmen.

Ziel dieses Tages war es, dauerhafte Bündnisse zwischen der Gewerkschaftsfront und den Bürgerbewegungen aufzubauen, um gemeinsam den Angriffen der Regierung auf die Grundrechte, die sozialen Errungenschaften und das luxemburgische Sozialmodell entgegenzutreten.

In den Workshops, die im Laufe des Tages stattfanden, konnten die Teilnehmer die aktuellen Kräfteverhältnisse analysieren, Erfahrungen aus konkreten Kämpfen austauschen und erste Schritte für eine kollektive Strategie unternehmen. Elf Organisationen waren den ganzen Tag über in der Arbeitnehmerkammer vertreten und zeigten, wie vielfältig und stark die mobilisierten Akteure sind.

Am Abend fand eine Podiumsdiskussion statt, an der Nora Back (OGBL) und Patrick Dury (LCGB) für die Gewerkschaftsfront, Jessica Lopes für ASTI und die JIF-Plattform, Jean-Louis Zeien für die Initiative für Sorgfaltspflicht und Magali Paulus für CELL teilnahmen. Die Konferenz zog ein Publikum von etwa 100 Personen an. Dieser Moment des Austauschs verdeutlichte insbesondere die zahlreichen Konvergenzen zwischen Gewerkschaften und Vereinen, die sich für Umweltschutz, Feminismus, die Rechte von Migranten und soziale Gerechtigkeit einsetzen.

Sowohl die Redner als auch das Publikum teilten die Feststellung einer politischen Situation, die sich als alarmierend erweist. Angesichts einer neoliberalen Offensive, die die sozialen Rechte, die Grundfreiheiten und die Lebensbedingungen der Arbeitnehmer angreift, ist eine vereinte, entschlossene und transversale Antwort erforderlich. In Anerkennung der Verbindungen zwischen den verschiedenen Kämpfen – sozialen, ökologischen, feministischen, für die Rechte von Migranten oder internationalen Rechte – betonten die Teilnehmer die Notwendigkeit, über ihre Grenzen hinweg zusammenzuarbeiten.

Abschließend verpflichteten sich die anwesenden Organisationen, ihre gemeinsame Arbeit in den kommenden Wochen zu verstärken und gemeinsam für die nationale Demonstration am 28. Juni zu mobilisieren – ein wesentlicher Schritt auf dem Weg zum Aufbau einer breiten, verankerten und offensiven sozialen Gegenkraft.

Mitgeteilt von der Gewerkschaftsfront OGBL-LCGB, am 10. Juni 2025

Le Conseil d’État donne raison au front syndical OGBL-LCGB

Le front syndical OGBL-LCGB prend acte des avis rendus ce 3 juin 2025 par le Conseil d’État concernant les projets de loi visant à libéraliser les heures d’ouverture des commerces et à assouplir le travail dominical tout en affaiblissant la négociation collective.

Cet avis confirme ce que les syndicats dénoncent depuis des mois : ce projet est injustifié, socialement dangereux et juridiquement fragile. Il constitue une attaque directe contre les droits des salariés du commerce, en rupture avec les principes de notre modèle social.

Un projet sans fondement objectif

Dans son avis, le Conseil d’État pointe l’absence totale d’arguments et de données sérieuses justifiant la réforme. Aucune étude, aucun chiffre, aucun rapport indépendant ne vient appuyer les arguments avancés par le gouvernement, qui invoque surtout des formules vagues comme la « modernisation » ou « les attentes des clients ». Le dossier reste cependant muet sur les habitudes de consommation ou l’impact des nouvelles heures d’ouverture sur le comportement des consommateurs.

En outre, le Conseil d’Etat constate également que le projet de loi sur le travail dominical ignore la possibilité de négocier davantage de conventions collectives, comme cela a déjà été fait jusqu’à présent et comme le prévoit la directive européenne sur les salaires minimums adéquats. Il parle même d’une régression sociale dans son avis !

Pour le front syndical OGBL-LCGB, cela confirme que ces deux projets de loi n’ont pas de fondement réel, mais répondent à une logique idéologique de déréglementation au profit des grandes enseignes.

Des conséquences sociales alarmantes

Le Conseil d’État exprime de vives inquiétudes face aux effets concrets de cette réforme :

  • Perte de repères horaires ;
  • Dégradation de la vie privée et familiale ;
  • Hausse des risques pour la santé au travail ;
  • Insécurité pour les salariés quittant leur poste tard le soir ;
  • Déséquilibre concurrentiel entre petits et grands commerces.

Les salariés du commerce — en majorité des femmes monoparentales, souvent à temps partiel —seraient les premiers à en subir les conséquences : journées rallongées, coupures imposées, plannings imprévisibles et épuisement généralisé.

Des dispositions inconstitutionnelles

L’avis du Conseil d’État rejette formellement plusieurs articles du projet de loi :

  • La révision de la liste des activités exclues du champ d’application de la loi, voire la possibilité d’une ouverture illimitée sur base de conventions collectives, viole le principe de légalité ;
  • Le contrôle de cadre légal par l’Administration des douanes n’a aucun fondement juridique ;
  • L’encadrement des sanctions administratives est incompatible avec le droit pénal.

Le texte est donc non seulement néfaste sur le plan social, mais également tellement incohérent qu’il risque de créer des insécurités juridiques.

Une réforme à abandonner, pas à réviser

Le Conseil d’État est sans ambiguïté : ces projets de loi ne peuvent être corrigés à la marge. Ils nécessitent une refonte complète !

Le front syndical OGBL-LCGB exige donc le retrait pur et simple des projets de loi concernant les heures d’ouverture et le travail du dimanche. Pour ce qui est de la réforme des conventions collectives, le front syndical OGBL-LCGB maintient sa revendication visant la convocation d’une tripartite nationale.

Une attaque globale contre les droits des travailleurs

Ces projets s’inscrivent dans un cadre politique plus large de démantèlement des droits et acquis sociaux des salariés :

  • Allongement des journées de travail ;
  • Fragmentation et flexibilisation des horaires ;
  • Travail dominical banalisé ;
  • Réduction des temps de repos ;
  • Affaiblissement des conventions collectives au profit d’accords sans les syndicats ;
  • Menaces contre le droit de manifester ;
  • Et allongement des années de cotisation pour la retraite.

Derrière chaque mesure, une même logique : travailler plus, plus longtemps, avec moins de droits. Pour le front syndical OGBL-LCGB, ce n’est pas un progrès, mais une régression brutale !

Les avis du Conseil d’État renforcent la position syndicale. Mais le ministre de l’Economie a déjà fait savoir par voie de presse que le gouvernement veut continuer de passer ses projets en force.

C’est pourquoi le front syndical OGBL-LCGB appelle à une mobilisation massive le 28 juin à Luxembourg.

Le 28 juin : toutes et tous dans la rue !

Communiqué par le front syndical OGBL-LCGB,
le 5 juin 2025